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27.08.2018, Hoyerswerda

Länderübergreifendes Netzwerk sichert optimale Versorgung von Patienten mit Hirngefäß-Erkrankungen

Lausitzer Seenland Klinikum als Partnerklinik im „Neurovaskulären Netzwerk Ostsachsen/Südbrandenburg“ (SOS-NET) zertifiziert

Die Vertreter der Partnerkliniken des SOS-NET am Tag des Audits im koordinierenden Zentrum, dem Universitätsklinikum Dresden.

Um eine optimale Versorgung aller Patienten mit Hirngefäß-Erkrankungen im Raum Ostsachsen/Südbrandenburg zu gewährleisten, haben sich 2017 alle neurologischen Akutkliniken in dieser Region zum „Neurovaskulären Netzwerk Ostsachsen/Südbrandenburg“ (SOS-NET) zusammengeschlossen. Mit der jetzt erfolgreich abgeschlossenen Zertifizierung als Neurovaskuläres Netzwerk gemäß den Richtlinien der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft ist die Expertise dieses Netzwerks nun offiziell von unabhängigen Fachauditoren bestätigt worden.

Die Zusammenarbeit der neun Krankenhäuser ist durch Verträge geregelt. Darin sind verbindliche Standards zur fachübergreifenden Versorgung der Patienten vereinbart, die aufgrund von Schlaganfällen, Veränderungen der Hirngefäße sowie Hirnblutungen einer spezialisierten Therapie bedürfen.

In das neue Netzwerk eingebunden sind insbesondere Experten der Fachrichtungen Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie, Kardiologie/Angiologie und Gefäßchirurgie. Neben dem koordinierenden Zentrum – dem „Dresdner NeurovaskulärenCentrum“ am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden – sind am SOS-NET folgende Akutkrankenhäuser beteiligt: Sächsisches Landeskrankenhaus Arnsdorf, Carl Thiem-Klinikum Cottbus, Städtisches Klinikum Dresden, Kreiskrankenhaus Freiberg, Städtisches Klinikum Görlitz, Lausitzer Seenland Klinikum Hoyerswerda, Elblandklinikum Meißen, sowie das Klinikum Niederlausitz Standort Senftenberg. Das Versorgungsgebiet umfasst demnach 2,3 Millionen Einwohner.

 

Hintergrund:

Bei einem akuten Schlaganfall zählt jede Minute. Um die zeitkritische Behandlung von Patienten mit einem akuten Schlaganfall flächendeckend sicherzustellen, ist eine enge Zusammenarbeit in einer Netzwerkstruktur zwischen den Kliniken in einer Region notwendig. Das Neurovaskuläre Netzwerk Ostsachsen/ Südbrandenburg erweitert damit auf grundlegende Weise das bereits seit zehn Jahren bestehende telemedizinische „Schlaganfall-Ostsachsen Netzwerk“ (SOS-TeleNET), über das weitere 13 internistische Krankenhäuser der Region in die Netzwerkstruktur eingebunden sind. Darüber hinaus haben sich in den letzten Jahren auch für andere Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße zunehmend interdisziplinäre und standortübergreifende Behandlungsansätze etabliert – sowohl im Rahmen der Akutversorgung als auch für planbare Behandlungen. Mit der jetzt erfolgreich abgeschlossenen Zertifizierung nach den Vorgaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft wurde die Expertise des Neurovaskulären Netzwerks Ostsachsen/Südbrandenburg nun auch von unabhängigen Fachauditoren gewürdigt. In ihrem dem Netzwerk übergebenen Zertifizierungsbericht würdigten die Auditoren die gute Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks und die umfangreichen Maßnahmen zur Qualitätsmessung und zur kontinuierlichen Verbesserung der Abläufe und Strukturen.

Das SOS-NET stellt für die Bewohner der Region von Cottbus bis zur tschechischen Grenze und zwischen Görlitz und Freiberg eine optimale stationäre und ambulante Versorgung bei Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße sicher. Basis dafür sind gemeinsame, für alle Netzwerkpartner verbindliche Versorgungsrichtlinien und Kooperationsverträge zwischen den neun beteiligten Krankenhäusern. Die Partner pflegen einen engen Informationsaustausch bezüglich ihrer Hirngefäß-Patienten. So findet jede Woche eine neurovaskuläre Fallkonferenz statt, an der Experten aller beteiligten Kliniken teilnehmen können. Rund um die Uhr steht zudem ein Experte des am Dresdner Uniklinikum angesiedelten koordinierenden Zentrums als Ansprechpartner für Akutfälle zu Verfügung. Dank modernster telemedizinischer Infrastruktur können Ergebnisse radiologischer Untersuchungen sowie Behandlungsdaten direkt zwischen den Kliniken ausgetauscht und besprochen werden. Durch diese Strukturen ist eine flächendeckende, leitliniengerechte und damit bestmögliche Versorgung aller Patienten mit neurovaskulären Erkrankungen in dem großen Versorgungsgebiet des Netzwerks sichergestellt.

Ein wesentlicher Fokus der Netzwerkarbeit besteht darin, die Therapien, Behandlungswege und -ergebnisse kontinuierlich in einem umfangreichen Schlaganfallregister zu erfassen, auszuwerten und dadurch systematisch zu verbessern. Dies geschieht unter anderem in sogenannten Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen, in denen die Spezialisten den Ablauf und die Ergebnisse der Therapien besprechen, um daraus Schlüsse zu ziehen, wie die Arbeit der Ärzte und Pflegenden und des Gesamtnetzwerks weiter optimiert werden kann. Darüber hinaus gibt es jährliche Struktur- und Qualitätskonferenzen sowie halbjährliche Netzwerktreffen.

Kontakt

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Gernot Schweitzer
Pressesprecher, Unternehmenskommunikation/Marketing
Lausitzer Seenland Klinikum GmbH
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