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01.07.2021, Hoyerswerda

Erstmalig Carillon Mitral Contour System® im Lausitzer Seenland Klinikum implantiert

Das Carillon-Produkt. Foto: © cardiac dimensions

Am 30.06.2021 wurde im Lausitzer Seenland Klinikum erstmalig ein neues System zur Behandlung einer funktionalen Mitralinsuffizienz implantiert. Chefarzt Dr. Olaf Altmann setzte das sogenannte Carillon Mitral Contour System® einer 81-jährigen Patientin ein.

Bei einer funktionalen Mitralklappeninsuffizienz schließen die beiden Klappen im linken Herzvorhof nicht mehr vollständig. Das per Katheter durch die Halsvene und den rechten Herzvorhof eingebrachte Implantat wird in zwei Schritten so im Koronarsinus um den Mitralring des Herzens verankert, dass dieser verengt wird und die Klappen den linken Herzvorhof wieder vollständig verschließen.

„Für diesen ersten Eingriff bei uns im Seenland Klinikum stand uns Professor Pfeiffer aus Berlin als zertifizierter Berater zur Seite. Wir hatten am Dienstag bereits eine „Trockenübung“ absolviert und dann am Mittwoch den Eingriff bei der Patientin erfolgreich durchführen können“, sagt der Medizinische Direktor und Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Dr. Olaf Altmann. „Von dem Implantat gibt es 46 verschiedene Längen und Größen. Erst unter der Narkose wird der Mitralring genau vermessen und das entsprechend passende Implantat ausgesucht und eingesetzt“, ergänzt der Chefarzt.

Weltweit ist dieses System erst seit 2020 im Einsatz und etwa 1500 Mal implantiert worden. Neben den verringerten Auswirkungen einer Herzinsuffizienz profitieren Patienten bei diesem System von einer relativ kurzen Implantationsdauer, die Unversehrtheit der einzelnen Klappen und dadurch Erhaltung zukünftiger Behandlungsmöglichkeiten.

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