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19.09.2017
, Hoyerswerda
Wenn das Leben die eigenen Prioritäten ändert
Veranstaltung „Ethik und Literatur - Bei Lesung und Gespräch“ am Mittwoch, 4. Oktober, in der Brigitte-Reimann-Bibliothek

Am Mittwoch, 4. Oktober, diskutiert Frank Dietrich zum Thema „Was ist ein schöner Tod“ in der Brigitte-Reimann-Bibliothek. © Lausitzer Seenland Klinikum GmbH, Fotograf Gernot Menzel

Der Vorsitzende des Ethikkomitees am Lausitzer Seenland Klinikum, Chefarzt Frank Dietrich, lädt gemeinsam mit der Brigitte-Reimann-Bibliothek am Mittwoch, 4. Oktober, zur nächsten Veranstaltung „Ethik und Literatur“ zum Thema „Was ist ein schöner Tod? Leben und Sterben gehören untrennbar zusammen“ ab 15 Uhr ein.

„Was ist ein schöner Tod?“, stellt Frank Dietrich, Chefarzt des Instituts für Pathologie und Vorsitzender des Ethikkomitees am Lausitzer Seenland Klinikum, die Frage. Für ihn gehören Leben und Sterben untrennbar zusammen. Dabei geht es ihm in der nächsten Ethik und Literatur-Veranstaltung gemeinsam mit der Brigitte-Reimann-Bibliothek weniger um medizinische Aspekte oder rechtliche Dokumente. Vielmehr geht es ihm darum, „ein bestelltes Haus zu hinterlassen“, wie er selber sagt und in gesunden Tagen das eigene Lebensende zu bedenken und seine Hinterlassenschaften zu klären. „Oftmals sind es eher zwischenmenschliche Beziehungen, die geklärt werden müssen“, sagt er aus eigener Erfahrung im Berufsalltag. „Für die Kinder ist es wichtig zu wissen, welche Standpunkte die Eltern haben und worauf es ihnen ankommt. Dann werden sie auch die richtigen Entscheidungen treffen können.“ Dem zur Seite stehen Mediziner und Pflegekräfte.

Besonders Palliativteams seien gute Ansprechpartner, die den Willen des Patienten aus ihrer Erfahrung heraus deuten können und gleichzeitig mit einem fachkundigen Auge darauf blicken. Sie geben den Angehörigen oft Zuspruch für Entscheidungen.

Dabei sei ein Leben nicht mehr Wert als ein anderes Leben. „Das Halten einer Hand ist genauso viel Wert wie die Fernreise“, sagt Dietrich. Das eine sei dabei nicht mehr Wert als das andere. Und er ergänzt: „Lebensqualität ist nicht aufrechenbar.“

In jedem neuen Lebensabschnitt setzt man neue Prioritäten. „Seinen Willen sollte man daher regelmäßig neu überdenken und diesen der Familie auch mitteilen“, betont Chefarzt Dietrich. Denn als Single habe man andere Verantwortung als mit dem Beginn einer Partnerschaft oder gar Familiengründung. Man gehe einen „Generationenvertrag“ ein, sagt Dietrich. Anfänglich kümmern sich die Eltern um ihre Kinder, im Laufe des Lebens und insbesondere im letzten Lebensabschnitt kümmern sich die Kinder dann um ihre Eltern. Daher solle man über seine Wünsche und deren Veränderungen jederzeit sprechen.

In der traditionsreichen Veranstaltungsreihe „Ethik und Literatur“ gemeinsam mit der Brigitte-Reimann-Bibliothek Hoyerswerda, wird aus literarischen Werken zum Thema gelesen. Frank Dietrich, Chefarzt des Institutes für Pathologie des Lausitzer Seenland Klinikums und Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees, diskutiert als Fachexperte mit den Besuchern der Veranstaltung.

Interessierte sind am Mittwoch, 4. Oktober, zur Veranstaltung „Ethik und Literatur“ um 15 Uhr herzlich in die Brigitte-Reimann-Bibliothek eingeladen. Eine weitere Lesung und Diskussion zum gleichen Thema findet insbesondere für Fachpersonal in Medizin und Pflege am Mittwoch, 12. Oktober im Konferenzraum des Lausitzer Seenland Klinikums ab 17 Uhr statt. Diese ist ebenso für Interessierte geöffnet.

Die Veranstaltung ist selbstverständlich kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Ihr Pressekontakt
Laura Thieme
Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation/Marketing
Lausitzer Seenland Klinikum GmbH
Telefon 03571 44-3760
Telefax 03571 44-2264
laura.thieme@sana.de
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