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22.09.2016
, Hoyerswerda
Fachübergreifende medizinische Versorgung bei Sturz im hohen Alter
Lausitzer Seenland Klinikum gründet Alterstraumatologisches Zentrum

Arbeiten interdisziplinär im neu gegründeten Alterstraumazentrum bei Knochenbrüchen im hochbetagten Alter zusammen: (v.l.) Orthopädie-Oberarzt Frank Heublein, das geriatrische Team mit Chefärztin Michaela Stöckel, Oberärztin Lenka Hunanova, Oberärztin Anne-Christiane Thomä, Zentrumsmanagerin Kathrin Schmidtke-Stark und Unfallchirurg Dr. Peter Brath.

Ein Knochenbruch im hochbetagten Alter hatte bislang häufig zu einem beträchtlichen Verlust der Lebensqualität für die Betroffenen geführt. Das Lausitzer Seenland Klinikum betreut alterstraumatologische Patienten nun fachübergreifend, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Schnell kann es passieren, dass ein Ausrutscher in der eigenen Wohnung für betagte Bürgerinnen und Bürger zu einem Knochenbruch führt. Um die Patienten optimal zu behandeln, wird heute am Lausitzer Seenland Klinikum das Alterstraumatologische Zentrum gegründet. Dabei haben sich zwei Fachbereiche der speziellen Behandlung betagter Menschen nach Unfällen zugeschrieben: die Klinik für Geriatrie und die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Handchirurgie. Unter Leitung der geriatrischen Chefärztin Dipl.-Med. Michaela Stöckel wurden zur heutigen Auftaktveranstaltung des Zentrums neben Klinikmitarbeitern auch zahlreiche Gesundheitspartner der Region wie niedergelassene Ärzte, Sanitätshäuser, Pflegedienste und –heime sowie viele weitere eingeladen.

Das Konzept der alterstraumatologischen Behandlung verspricht: alle am Behandlungsprozess beteiligten Partner tauschen sich über das individuelle Behandlungskonzept eines jeden Patienten aus, um das beste medizinische Ergebnis zu erzielen.
So führen beispielsweise Unfallchirurgen und Geriater gemeinsam Visiten und Fallbesprechungen durch.
Ebenso kümmert sich während des stationären Aufenthaltes im Klinikum bereits der Sozialdienst um die Möglichkeiten der häuslichen Unterbringung und nimmt unter anderem Kontakt zu Sanitätshäusern auf, die potentielle Sturzgefahren in der eigenen Wohnung beheben und Gehhilfen oder andere Hilfsmittel anbieten können. Ebenso geht es um Fragen eines ambulanten Pflegedienstes, die Beantragung einer Pflegestufe sowie rechtliche Angelegenheiten wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Alles geschieht natürlich in Abstimmung mit dem Patienten und den Angehörigen.

Chefärztin Stöckel über das Alterstraumatologische Zentrum: „Bedingt durch den demographischen Wandel und der damit verbundenen Zunahme an älteren Menschen möchten wir als Klinikum optimal auf die notwendige Behandlung hochbetagter Menschen nach Unfällen eingestellt sein. In einem Alterstraumatologischen Zentrum ist gewährleistet, dass betagte Patienten nach Unfällen umfassend und fachübergreifend versorgt werden.“

MUDr. Peter Brath: „Frakturen älterer Patienten müssen schnellstmöglich behandelt werden, damit keine längere Immobilisation eintritt. Zusätzlich sind die Patienten meist von mehreren Erkrankungen betroffen, sodass insbesondere die Zusammenarbeit mit den Geriatern äußerst gewinnbringend für die optimale Betreuung multimorbider älterer Patienten ist.“

Über die Gründung des Zentrums hinaus wird zudem eine Zertifizierung durch den Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG) angestrebt. „Die Mitarbeit der Gesundheitspartner ist dabei natürlich von hoher Bedeutung und im Interesse unserer gemeinsamen Patienten“, betont Chefärztin Stöckel. „Die guten Ergebnisse unserer Arbeit im Klinikum tragen ihre Früchte nur dann, wenn niedergelassene Ärzte und Gesundheitspartner diese fortführend unterstützen.“

Kontakt

Ihr Pressekontakt
Laura Thieme
Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation/Marketing
Lausitzer Seenland Klinikum GmbH
Telefon 03571 44-3760
Telefax  03571 44-2264
laura.thieme@seenlandklinikum.de
www.seenlandklinikum.de