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18.06.2010
, Hoyerswerda
Hoyerswerda, Einsatz „Luftnot“
Alarm- und Ausrückordnung für das Lausitzer Seenland Klinikum wurde neu bewertet

Was passiert, wenn ein Rettungshubschrauber beim Anflug auf ein Krankenhaus selbst in Gefahr gerät? Eine Situation, die sich keiner wünscht, mit der man aber rechnen, auf die man vorbereitet sein muss.

„Luftnot“ hieß es deshalb am Freitagabend auf dem Hubschrauberlandeplatz im Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda. Was war passiert?
Während ein Rettungshubschrauber mit einem Patienten den Landekreis anfliegt, sieht eine Aufsichtsperson im Bedienstand der Kanzel Rauch im Heck des Hubschraubers. Der starke Wind drückt den Hubschrauber seitlich auf den Landeplatz und bringt ihn beim Aufsetzen zum Rutschen auf die Kanzel zu. Die hier auf den Patienten wartenden drei Personen vom medizinischen Personal  werden dabei erheblich verletzt. Im Hubschrauber ist die Lage auch kompliziert: Pilot und Patient sind eingeklemmt, der Copilot kann den Motorblock nicht öffnen, um den Brand zu bekämpfen. Doch inzwischen hat die Aufsichtsperson schon die Brandmeldung ausgelöst.

Es ist eine Einsatzübung, die hier abläuft. Gemeinsam geplant und durchgeführt von der Feuerwehr Hoyerswerda und dem Lausitzer Seenland Klinikum. Ziel ist es zu überprüfen, wie Rettungskräfte, Berufs- und Klinikumsfeuerwehr zusammenwirken bei der Rettung von Menschen und der Brandbekämpfung. Dazu gehören die Bergung der Verletzten über die Drehleiter und die Nutzung aller Rettungswege über die Treppen ebenso wie der Einsatz von Geräten der Technischen Hilfeleistung, um an die Eingeschlossenen heran zu kommen.
All das verläuft planmäßig, obwohl in der Übung die verschiedensten Störungen wie Ausfall der Wasser- und Stromversorgung oder verklemmte Ausgangstüren mit „eingebaut“ sind.

Aufmerksam wird das gesamte Geschehen verfolgt vom Amtsleiter der Feuerwehr Hoyerswerda Dieter Kowark und vom Geschäftsführer des Lausitzer Seenland Klinikums, Andreas Grahlemann. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass nicht nur unser Landeplatz und die Rettungstechnik auf dem neuesten Stand der Technik sind, sondern alle Rettungskräfte auch im System einwandfrei funktionieren. Auch wenn wir alle hoffen, dass nie etwas passieren wird, so sind doch ständige Übungen notwendig, um im Fall des Falles schnell, richtig und effektiv handeln zu können, betont der Geschäftsführer.


Ihr Pressekontakt

Carolin Müller
Pressesprecherin
Sozialmarketing & Öffentlichkeitsarbeit
Lausitzer Seenland Klinikum GmbH
Telefon 03571/ 44-3666
Fax 03571/ 44-2264
E-mail carolin.mueller@seenlandklinikum.de