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Fragen und Antworten

In den letzten Jahren haben Infektionen im Krankenhausbereich deutlich zugenommen. Eine besondere Bedeutung kommt dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus, auch kurz MRSA genannt zu. Nähere Informationen zur Entwicklung, aber auch zu den Risiken und Präventionsmaßnahmen  wollen wir nachfolgend geben.

  • Ursachen für die Zunahme von Krankenhausinfektionen

    Viele Erreger sind durch den wachsenden Einsatz von  Antibiotika  zunehmend gegen die herkömmlichen Medikamente resistent.  Auch in der Massentierhaltung werden Antibiotika verwendet und gelangen über die Nahrungsaufnahme in den menschlichen Körper. Diese Entwicklung bringt neue  Risiken mit sich, wie z. B. dem MRSA. Aufgrund der Abwehrmechanismen gegen eine Reihe von Antibiotika sind die   Therapiemöglichkeiten eingeschränkt.

  • Übertragungswege von MRSA

    MRSA kommt regelmäßig bei Menschen und Tieren auf der Haut vor. Die Bakterien sind in Nase, Rachen, der Leistengegend sowie im Dammbereich vorzufinden. Gelangen die Keime jedoch von der Haut über Hautverletzungen, Operationswunden oder Venenkatheter in den Körper, kann es zu schweren Infektionen wie Lungenentzündungen, Wund- oder Harnwegsinfektionen oder Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

  • Betroffene Patientengruppen

    Ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Patienten mit einem geschwächten Immunsystem und offenen Wunden sind durch Infektionen multiresistenter Keime besonders gefährdet. Aber auch Patienten, die eine Dialyse benötigen, einen Katheter tragen oder Antibiotika über einen langen Zeitraum einnehmen, haben ein höheres Infektionsrisiko. Gesunde Menschen bekommen dagegen nur sehr selten MRSA. Es wird zwischen einer Besiedelung und einer Infektion unterschieden: Eine Besiedlung bedeutet, dass MRSA auf oder im Körper anwesend ist, ohne eine Krankheit zu verursachen. Die Infektion bedeutet, dass MRSA die Person krank macht.

  • Vorbeugung und Behandlung bei MRSA

    Hauptsächlich werden die Keime durch den Kontakt mit den Händen übertragen.  Durch eine konsequente hygienische Händedesinfektion werden die Infektionswege unterbrochen und Patienten geschützt. MRSA-Infektionen können behandelt werden, allerdings gibt es einige wenige Antibiotika, die erfolgreich wirken. Zusätzlich werden antibakterielle und desinfizierende Präparate (Nasensalbe und antiseptische Seife) eingesetzt. Der wichtigste Schutz ist die Händedesinfektion und das konsequente Befolgen der Hygiene-Standards und -Regeln im Krankenhaus.

Kontakt
Lausitzer Seenland Klinikum GmbH
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Schulprojekt gegen das Rauchen
Kliniken im Sana-Verbund engagieren sich in Schulprojekten zum Thema „Rauchen“.